Glyphosat: Fünf weitere Jahre mit dem Vitalstoffräuber

Wie der Unkrautvernichter wirkt und warum unsere Gesundheit darunter leidet

Es sah bis vor Kurzem sehr gut aus. Die Zulassung für das weitverbreitete Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (auch bekannt unter dem Handelsnamen “RoundUp”) war kurz davor auszulaufen. Somit hätte das Herbizid in Europa nicht mehr  verkauft und angewandt werden dürfen.

Zahlreiche Studien lieferten in jüngster Zeit Hinweise, dass das Mittel die Tumorentstehung fördert und somit als krebserregend einzustufen ist. Vor diesem Hintergrund sorgt die “einsame Entscheidung” des deutschen Landwirtschaftsministers (CSU) zur Zustimmung für die Verlängerung der Marktzulassung bundesweit in den medizinischen Fachkreisen, die sich fundiert mit Stoffwechsel und Krankheitsentstehung befassen, für Kopfschütteln und Fassungslosigkeit.

Wie bereits in zahlreichen Artikeln und Nachrichten zu entnehmen war, kann Glyphosat aufgrund des massiven Einsatzes in der Leben- und Futtermittelproduktion in Lebensmitteln, wie Bier, Brot, Backwaren und sogar in der Muttermilch nachgewiesen werden.

Da wir nun mindestens weitere fünf Jahre mit dem Giftstoff auskommen müssen, möchte ich Ihnen einen kurzen Einblick geben, wie Glyphosat wirklich wirkt, wie es unsere Gesundheit beeintächtigt, und was Sie dagegen tun können.

Wie Glyphosat wirkt…

Im Grunde genommen ist der Wirkmechanismus von Glyphosat sehr einfach zu Beschreiben. Das Herbizid bindet wichtige für das Wachstum erforderliche Nährstoffe (insb. Magnesium, Mangan, Calcium und Eisen), die auf diese Weise biologisch unwirksam werden und der Pflanze nicht mehr zur Verfügung stehen.

Besonders Magensium ist für die Bildung des grünen Blattfarbstoffes “Chlorophyll” erforderlich. Fehlt Magnesium, kann die Pflanze das Blattgrün nicht mehr bilden und stirbt ab.

Wie Glyphosat unsere Gesundheit beeinträchtigt…

Wie bereits beschrieben, sorgt Glyphosat dafür, dass Magnesium, Mangan, Calcium und Eisen nicht mehr verwertet werden können. Dieser Mechanismus funktioniert jedoch nicht nur in der Pflanze, sonderen ebenso im Boden(1), als auch im Körper, wenn der Giftstoff mit der Nahrung, oder besonders heimtückisch, mit der Muttermilch aufgenommen wird.

Um das gesamte Ausmass zu verstehen, müssen wir einen kurzen Blick darauf wagen, welche wichtige Rolle die einzelnen Mineralstoffe für unsere Gesundheit spielen:

  • Magnesium beeinflusst ca. 80% aller biochemischen Vorgänge in unserem Körper und hat daher auch direkten Einfluss auf die Funktion unseres gesamten Stoffwechsels, dem Hormonsystem, der Blutdruckregulation, dem Immunsystem, der Stressresistenz, der Verwertung von Vitaminen und Nährstoffen, bis hin zur Knochengesundheit.
  • Mangan ist wichtiger Bestandteil des Enzyms “Superoxid-Dismutase”, welches uns vor Schäden durch freie Radikale schützt
  • Eisen ist nicht nur wichtig für die Bildung des roten Blutfarbstoffes und somit für den Sauerstofftransport in den Körper, sondern ist auch wichtiger Bestandteil vieler Enzyme, ohne die eine normale Körperfunktion nicht möglich wäre (z.B. Cytochrom P450 im Darm).
  • Calcium ist nicht nur wichtig für den Knochenaufbau, sondern ebenso für die Regulation des Säure-Basen-Haushalts, sowie für eine normale Nervenfunktion

Gerade der Entzug von Magnesium verursacht im Körper eine reduzierte Aktivität des Immunsystems. Da ein funtionierendes Immunsystem jedoch erforderlich ist, um entartete Zellen abzutöten und somit einer Tumorentstehung entgegen zu wirken, liegt es auf der Hand, dass der von Glyphosat verursachte Magnesiummangel und die damit verbundene Inaktivierung des Immunsystems der ideale Nährboden für Tumorwachstum darstellen. Durch einfachste Grundkenntnisse in Biochemie kann so der Nachweis für die Gefährlichkeit des Unkrautvernichters geführt werden, wenn man dies denn will.

Dass Krankheiten wie Osteoporose(2), ADHS, Störungen im Hormonsystem, usw., ebenfalls durch den Entzug der o.g. Mineralstoffe verursacht oder begünstigt werden, kann jeder Interessierte leicht der einschlägigen Literatur zum Thema “orthomolekulare Medizin” oder auch “Vitalstoffmedizin” nachlesen.

Was können wir gegen die Auswirkungen tun?

Die individuellen Möglichkeiten, sich vor den Auswirkungen des Pflanzengifts, und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen, zu schützen, lassen sich auf zwei große Punkte zusammenfassen:

  • Kaufen Sie wenn immer es geht Biolebensmittel und achten Sie auf deren Herkunft. Die Molkerei Berchtesgadener Land hat z.B. für die zuliefernden Bauern den Einsatz von Glyphosat verboten (3)
  • Betreiben Sie “Nebenwirkungsmanagement”:
    • In meiner Praxis können Sie Ihren Vitalstoffspiegel im Blut feststellen lassen
    • Gleichen Sie die festgestellten Mängel gezielt durch Nahrungsergänzung aus

Was ist die beste Möglichkeit, den Magnesiumspiegel anzuheben?

Magnesium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen im Körper. Leider kann dieser jedoch im nur sehr schlecht gespeichert werden. Ständig verlieren wir Magnesium über unseren Schweiss, Urin, Stuhlgang oder durch Vitalstoffraäuber wie Glyphosat.

Die bisher handelsüblichen Magnesiumpräparate in Kapselform oder Pulver liefern jedoch nur unbefriedigende Ergebnisse. Dies liegt zum Einen daran, dass die Aufnahme im Darm im Idealfall maximal ca. 20% beträgt. Auf eine oftmals erforderliche höher Dosierung reagieren Viele mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie Durchfall.

Eine aufregende und neue Möglichkeit, dem Körper Magnesium zuzuführen und so die negativen Auswirkungen von Glyphosat auszugleichen, ist die Aufnahme von Magnesium über die Haut (transdermal).

Für ein optimales Ergebnis werden täglich lediglich 8ml hochwertiges Magnesiumöl (empfohlen: Leobellvis Reines Magnesiumöl) auf die Haut aufgebracht und nach ca. 4-5 Minuten nochmals einmassiert. Dies reicht aus, um dem Körper rund 800mg reines Magnesium zuzuführen und diesen so ausreichend für den Tag zu versorgen.

Aktuelle wissenschaftliche Arbeiten zeigen auf beeindruckende Weise die Überlegenheit der transdermalen Aufnahme gegenüber der bisher üblichen Anwendung in Form von Kapseln oder Pulvern (4, 5).

Glyphosat wird nach dem Willen mancher Politiker noch mindestens fünf weitere Jahr Ihre Gesundheit angreifen. Sehr gerne unterstütze ich Sie dabei, sich vor den negativen Auswirkungen zu schützen und gemeinsam eine Strategie für Ihre Wohlbefinden zu entwickeln.

Ihr

Martin Ostermaier
Heilpraktiker
Privatpraxis für Prävention und Ganzheitsmedizin

(1) Glyphosate reduced seed and leaf concentrations of calcium, manganese, magnesium, and iron in non-glyphosate resistant soybean. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1161030109000665

(2) Low serum magnesium levels are associated with increased risk of fractures: a long-term prospective cohort study.
https://link.springer.com/article/10.1007/s10654-017-0242-2

(3) https://www.merkur.de/bayern/molkerei-berchtesgadener-land-glyphosat-verbot-fuer-bauern-8807420.html

(4)  Effect of transdermal magnesium cream on serum and urinary magnesium levels in humans: A pilot study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28403154

(5) Effects of transdermal magnesium chloride on quality of life for patients with fibromyalgia: a feasibility study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26343101

2017-12-05T22:43:51+00:00